Erläuterungen zum Fortbildungsseminar für Fahranfänger (Probezeitverkürzung)
Fahranfänger überschätzen häufig ihre eigenen Fahrfertigkeiten, haben ein höheres Unfallrisiko und schätzen kritische Situationen oft auf Grund fehlender Erfahrungen falsch ein. Das Freiwilliges Fortbildungsseminar für Fahranfänger (FSF) soll helfen diesen Zustand zu ändern.
Wer kann teilnehmen?
Die Probezeitverkürzung betrifft alle die seit mindestens 6 Monaten den PKW Führerschein besitzen und sich noch in der Probezeit befinden. Das gilt auch für alle die sich nach Verkehrsverstößen in der verlängerten 4-jährigen Probezeit befinden. Ein Fahrverbot darf allerdings nicht ausgesprochen sein.
Was bringt das Seminar?
Die erfolgreiche Teilnahme verkürzt die normale Probezeit von 2 Jahren auf 1 Jahr und die verlängerte Probezeit von 4 Jahren auf 3 Jahre.
Der Erfahrungsaustausch mit anderen Anfängern wird helfen erlebte Situationen besser einschätzen zu können. Fehler können durch eine andere Sichtweise vermieden werden. Die eigene Fahrweise wird hinterfragt und eingeschlichene Unsauberkeiten können beseitigt werden. Das Fahrverhalten beim Abbremsen und bei Kurvenfahrt kann geübt und perfektioniert werden. Die Fähigkeiten der Gefahrenerkennung und der Gefahrenvermeidung werden verbessert.
Was passiert beim Seminar?
Der Aufbau und die grundsätzliche Gestaltung des Fortbildungsseminars sind gesetzlich festgelegt. Das FSF-Seminar gliedert sich in fünf verschiedene Teile, die in der Regel an 5 verschiedenen Tagen in einem Zeitraum von 2-8 Wochen absolviert werden.
- Es finden 3 Sitzungen zu je 90 Minuten in Gruppen von 6 bis 12 Teilnehmern statt.
- Eine Beobachtungsfahrt zu 60 Minuten pro Teilnehmer mit dem Moderator und 1 -3 Teilnehmern.
- Sicherheitstraining, Schwerpunkt: Bremsen in Gefahrensituationen und Kurventechnik
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