PKW-ausbildung

Hier erklären wir, was zur theoretischen und praktischen Ausbildung der Klasse B gehört: Von der Grundstufe und Übungsstufe, über die Leistungsstufe und die Sonderfahrten, bis hin zur Reifestufe.

Wir stellen einige unserer Ausbildungsprinzipien vor und geben Tipps, wie man effektiv lernt und damit auch die Ausbildungszeit verkürzen kann.


Führerscheinklasse B - Voraussetzungen

Mit der Führerscheinklasse B dürfen Sie Pkw und kleine Lkw bis 3,5 t fahren. Mit diesen Kfz dürfen Sie Anhänger ziehen, auch über 750 kg. Vorausgesetzt, das Gesamtgewicht des Zuges überschreitet nicht 3,5 t und die zulässige Gesamtmasse des Anhängers ist nicht größer als die Leermasse des ziehenden Kfz.

Nach bestandener Prüfung erhalten Sie mit dem Führerschein nicht nur die Berechtigung für Kfz der Klasse B, sondern auch für weitere Klassen, die in dieser Klasse eingeschlossen sind: Klasse M (Mopeds, Mokicks bis 45 km/h, Klasse L (landwirtschaftliche Zugmaschinen bis 25 km/) und Klasse S (sogenannte Leicht-Pkw bis 45 km/h und Quads, d.h. vierrädrige Motorräder).

Das Mindestalter für diesen Führerschein beträgt 18 Jahre. Sie können sich aber schon mit 17 1/2 Jahren anmelden. Die Theorieprüfung können Sie frühestens 3 Monate vor Ihrem 18. Geburtstag ablegen, die praktische Prüfung frühestens 1 Monat vor dem 18. Geburtstag. Den Führerschein bekommen Sie aber erst an Ihrem 18. Geburtstag ausgehändigt, vorher dürfen Sie, trotz bestandener Prüfung, noch nicht fahren.

Achtung - Führerschein mit 17 und begleitetes Fahren: Dieser Modellversuch gilt seit September 2005. Sie können sich schon ab 16 1/2 Jahren zur Führerscheinausbildung anmelden und erhalten dann zum 17. Geburtstag eine Fahrberechtigung. Auf dieser sind berechtigte Begleitpersonen eingetragen (z.B. die Eltern). Sie dürfen dann bis zum 18. Geburtstag nur unter Begleitung dieser in der Fahrberechtigung eingetragenen Personen fahren.

Theoretische Ausbildung

Die theoretische Ausbildung umfasst Grundstoff (für alle Klassen) und Zusatzstoff für die besondere Klasse. Beim Zusatzstoff ist auch die Theorie für die eigentliche Anhängerklasse BE integriert, so dass Sie bei einer Erweiterung auf Klasse BE nur noch eine praktische Prüfung ablegen müssen.

  • Wenn kein Führerschein vorhanden ist:
    Die theoretische Ausbildung umfasst 12 x 90 Minuten Grundstoff und 2 x 90 Minuten Zusatzstoff Klasse B und BE
  • Wenn Sie schon einen Führerschein haben:
    6 x 90 Minuten Grundstoff und 2 x 90 Minuten Zusatzstoff Klasse B und BE

Die angegebenen Theoriestunden sind Mindeststunden. Sie können gerne auch öfter zum Theorieunterricht kommen! Auch Fahrschulwechsler, die die Theoriestunden eigentlich schon absolviert haben oder Umschreiber, die nicht zum Theorieunterricht verpflichtet sind, sind herzlich zum Besuch eingeladen.

 

Behördliche Anmeldung und Fahrschul-Ausbildung parallel

Sie können sich gleichzeitig mit Ihrem Führerscheinantrag bei der Behörde anmelden und Ihre theoretische und praktische Ausbildung bei uns beginnen. Wir empfehlen Ihnen, vor der praktischen Ausbildung erst einige Theoriestunden zu nehmen und die Seiten im Lehrbuch bzw. in den Fragebögen über Vorfahrtregelungen zu studieren. Sie sollten es auf jeden Fall vermeiden, zuerst die theoretische Ausbildung zu Ende zu bringen und erst dann die praktische Ausbildung zu beginnen. Der Gesetzgeber möchte, dass Sie die beiden Ausbildungsteile verzahnen, und das aus gutem Grund. Sie lernen damit auf jeden Fall effektiver! 

Umfang der praktischen Ausbildung 

Die praktische Ausbildung besteht aus der Grundausbildung und den besonderen Ausbildungsfahrten. Die Grundausbildung beginnt mit Übungen zum Umgang mit dem Kfz und setzt sich dann fort in  Verkehrsübungen (z.B. Stop-Kreuzungen, Fahrstreifenwechsel). Keine Angst: Sie beginnen nicht auf einer verkehrsreichen Straße, sondern in einem ganz ruhigen Gebiet .

Die besonderen Ausbildungsfahrten ("Sonderfahrten") bestehen aus der Nachtfahrt, der Autobahnfahrt und der Überlandfahrt. Die Nachtfahrt (3 x  45 Min.) muss etwa zur Hälfte außerhalb Münchens gefahren werden. Für die Autobahnfahrt (4 x 45 Min.) und Überlandfahrt (5 x 45 Min.) müssen Sie jeweils 4 Fahrstunden im Block  einrechnen. Die zweite große Tour ist ein besonderes Schmankerl - mehr wird aber nicht verraten.

Während die Sonderfahrten im Umfang festgelegt sind, gilt dies nicht für die Stundenzahl der Grundausbildung. Diese richtet sich nach Begabung, Mitarbeit, und natürlich auch nach der Qualifikation und den Anstrengungen des Fahrlehrers. Sehr wichtig ist folgender Rat: Je intensiver Sie schulen, umso schneller geht es mit der Ausbildung voran und umso mehr sparen Sie schlussendlich Kosten. Beispiel: 4 bis 6 Fahrstunden in der Woche zu nehmen ist gut, nicht so gut ist 1 Fahrstunde pro Woche.

In der Fahrschule Körmer haben Sie viele Möglichkeiten, Ihre Ausbildung zu intensivieren und damit auch zu beschleunigen

  • Sie sollten nach einigen Theoriestunden auch mit der praktischen Ausbildung beginnen (Verzahnung Theorie - Praxis ist sinnvoll)
  • nehmen Sie pro Woche möglichst viele praktische Stunden, z.B. vier oder sechs. Je mehr Sie nehmen, umso intensiver ist der Lerneffekt. Umgekehrt: Wenn Sie zu große Pausen zwischen den Stunden einlegen, geht einiges verloren und muss viel nachgelernt werden
  • wenn Ihnen etwas nicht klar ist oder wenn es Fehler gegeben hat, fragen Sie sofort nach. Ihr Fahrlehrer wird es Ihnen gerne erklären oder eine kleine Skizze machen. Wenn Ihr Fahrlehrer z.B. bei der Einfahrt in die Autobahn eingreifen musste, dann kann das verschiedene Ursachen haben, die Sie anschließend mit ihm besprechen sollten. Nach der Erklärung sollte die Sache wiederholt werden, bis sie sitzt
  • schauen Sie sich nach den Stunden die entsprechenden Seiten im Lehrbuch an
  • fahren Sie bei anderen Fahrschülern/innen mit und lassen Sie auch bei Ihrer Fahrt mal andere mitfahren

Stufenausbildung

Die praktische Ausbildung erfolgt nach einem schriftlichen Plan; sie erfordert auch vor und nach der Stunde eine gewisse Vor- und Nachbereitung. So sollte jedesmal nach der Stunde eine Zusammenfassung erstellt und zusammen mit Schüler/in der Stoff der nächsten Stunde besprochen und dies schriftlich festgehalten werden. Dazu gehört auch, dass Schüler/in immer wieder über ihren Leistungsstand informiert werden. 
Die Ausbildung ist als Stufenausbildung organisiert - vom Einfachen zum Schwierigen. Achtung: Wenn Sie ganz am Anfang schon in einem großen Kreisverkehr oder gar auf die Autobahn fahren sollen, dann ist das verboten, pädagogisch falsch und finanziell teuer für Sie! Eine solche Fahrschule sollten Sie möglichst schnell verlassen!

  • Die Ausbildung beginnt auf verkehrsarmen Straßen oder Plätzen, so dass Sie sich erst einmal auf die Bedienung des Fahrzeuges konzentrieren können (Grund- und Übungsstufe) Dabei steuert der Fahrlehrer den Pkw zur Übungsstrecke und eventuell wieder zurück. 
    Motorradfahrer: Der Fahrlehrer fährt mit dem Schüler als Sozius zum Übungsplatz und wieder zurück. 

  • anschließend folgen Verkehrsübungen, um grundsätzliche Sicherheit bei einfachen und schwierigen Anforderungen im Straßenverkehr zu bekommen (Leistungs- oder Verkehrsstufe)
  • die Verkehrsübungen umfassen schließlich auch besonders schwierige Straßenzüge, Kreuzungen und Plätze, die in der Prüfung bevorzugt angesteuert werden
  • dann folgt die Stufe der besonderen Ausbildungsfahrten (Nachtfahrt, Autobahnfahrt, Überlandfahrt
  • den Abschluss der Ausbildung bildet die Reifestufe: Ausbildungsfahrten unter Test- und Prüfungsbedingungen und Fahrten in unbekanntem Gebiet. Gerade solche Fahrten finden wir sehr wichtig, damit die Schüler/innen ihre Ängstlichkeit verlieren und fahrsicher werden.

Ausbildungsprinzipien der Fahrschule Körmer

  • Grundsätzlich:
    Wir sind weniger Lehrer (im schlimmsten Fall = Oberlehrer), sondern Partner, Berater, Trainer unserer Schüler/innen: „Gemeinsam schaffen wir den Führerschein!“.
    Bei unserem sehr unterschiedlichen Kundenkreis können wir nicht erwarten, bloß Dienstleistungen verkaufen zu können (nach dem Motto: „wir bilden gut aus und sind freundlich.“ Das ist zu wenig). Wir können uns nur gut behaupten, wenn wir auch in der Lage sind, die mit der Ausbildung zusammenhängenden Probleme unserer Schüler/innen zu lösen.
    Probleme im mitmenschlichen Bereich: Solche Problem gehen vor - aus menschlichen und aus Ausbildungsgründen. Auf keinen Fall ignorieren, da sonst der ganze Ausbildungserfolg gefährdet ist. Rechts ran fahren, reden.
  • Vorbereitung auf den Unterricht: Diagrammkarte und schriftliche Aufzeichnungen über die Lerninhalte der nächsten Stunde
  • Selbständigkeitserziehung: Am besten schon in der Leistungsstufe klare Aufgaben vorgeben, den Schüler selbständig ausführen lassen, ohne ihm in die Ausführung hineinzureden. Anschließend das Ergebnis besprechen, eventuell das Ganze wiederholen.
  • Umgang mit Fehlern: Bei leichten Fehlern kurzer Kommentar während der Fahrt; treten erhebliche Fehler auf: besser anhalten lassen, in Ruhe sprechen:
    Zuerst die Schülersicht (ganz wichtig!), dann der Lehrerkommentar (Beratung, Rückfrage). Beispiel: Der Schüler ist an einer Kreuzung mit Wartepflicht viel zu schnell gefahren.
    Mögliche Gründe aus Schülersicht: 1. Zeichen nicht gesehen 2. Zeichen zwar gesehen, aber falsch gedeutet 3. Querverkehr nicht gesehen 4. Querverkehr gesehen, gedacht, er schaffe es gut... Bei Lehrereingriffen wegen Gefährdung sollte immer hinterher in Ruhe gesprochen werden!
    Nach dem Gespräch Wiederholungstraining. Flexibel bleiben, auch Lehrer können irren
  • Umfang der Ausbildung, der Fahrstunden: Sehr wichtig für die Länge der Ausbildung ist Begabung und Mitarbeit. Für die Fahrschüler/innen empfiehlt es sich, möglichst viele Fahrstunden pro Woche zu nehmen. Dies erhöht die Ausbildungssicherheit, spart Wiederholungen und Wiederauffrischungen, die nach längerer Pause unumgänglich sind und führt schneller zum Führerschein.
  • Zusätzliche Mitarbeit und Fahrschüler-Fortbildung: Wer als Fahrschüler/in noch mehr für sich tun will, kann sich bei uns in vielfältiger Weise informieren und etwas für sein Weiterkommen tun:
    - mitfahren bei anderen in der Fahrstunde (man lernt hier die Sache aus Prüfersicht von hinten kennen, merkt, dass auch andere typische Fehler machen, sieht sich in Ruhe schwierige Situationen an)
    - andere, z.B. Freunde, Bekannte, Fahrschüler zur eigenen Fahrstunde mitbringen (dadurch wird man psychisch belastbarer)
    - öfter zum Theorieunterricht kommen als mindestens verlangt. Dies kostet keinen Euro mehr und kann bei Theorieproblemen helfen
  • Teamarbeit in der Fahrschule: Hartnäckige Problemfälle sollten in der Fahrlehrerbesprechung diskutiert werden

 

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Ausbildung
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  Motorradausbildung


Peugeot 307

Peugeot 307



Peugeot 307 break

Peugeot 307 Break



Sonderfahrt

Auf großer Tour - eine der Sonderfahrten


Sonderfahrt

In Sichtweite zum Wendelstein

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Prüfung

Nach erfolgreicher Prüfung